Den 10. Dezember des vergangenen Jahres werden viele Schüler, Eltern und Angehörige in Lotte nicht so schnell vergessen: Die Polizei riegelte über Stunden mit einem Großaufgebot das Gelände einer Berufsschule, umliegende Straßen und weitere öffentliche Gebäude ab. Es ging um eine mögliche Amok-Gefahr.
Zeugen berichten von maskierten bewaffneten Männern
Schüler wollen damals zwei maskierte Männer mit einer langen Schusswaffe auf dem Schulgelände gesehen haben. Beschuldigt werden seither ein 21-Jähriger aus Lotte, sowie ein 35-Jähriger aus Westerkappeln. Die Staatsanwaltschaft Münster prüft jetzt, Anklage wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz zu erheben.
Beschuldigte wurden befragt
Einer der Männer hat in den polizeilichen Vernehmungen bestritten, maskiert und bewaffnet auf dem Schulgelände gewesen zu sein. Der andere verweigert bislang die Aussage. In den Wohnungen der Beschuldigten hat die Polizei bei Durchsuchungen keine Waffen gefunden.
Bedrohungslage wirkt nach
Glücklicherweise blieben alle Beteiligten unverletzt. Für Schüler gab es im Anschluss spezielle Betreuungsangebote. Dennoch: Der Schock nach den Ereignissen sitzt bei einigen Menschen noch tief. Die über Stunden unklare Bedrohungslage und der Einsatz von Spezialkräften wirken nach.
Polizei übergibt Akten
Inzwischen haben die Kreispolizei Steinfurt und die Polizei Münster ihre Akten zu dem Fall an den Staatsanwaltschaft Münster übergeben. Hier sind die Ermittlungen aber noch nicht abgeschlossen.
Unsere Quellen:
- Reporter vor Ort
- Staatsawaltschaft Münster
Sendung: WDR 2 Münsterland 05.02.26