Touristen müssen bald Eintritt für Kölner Dom bezahlen
Stand: 05.03.2026, 14:36 Uhr
Der Kölner Dom kostet ab Juli Eintritt. Das gab Dompropst Guido Assmann bekannt.
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Das Domkapitel plant konkret eine touristische Besichtigungsgebühr. Ab Juli müssen Besucher des Kölner Doms außerhalb der Gottesdienstzeiten Eintritt für den Zugang zum Dom zahlen. Wie hoch diese sein wird, wurde zunächst nicht bekannt gegeben.
Die Verantwortlichen gehen davon aus, dass die Besucherzahlen durch die Gebühren sinken werden. Das Domkapitel will möglichst zeitnah über die Höhe des Eintrittspreises informieren.
Hintergrund der Einführung sind gestiegene Kosten für die Erhaltung des Doms. Dazu kommen gestiegene Personalkosten für die insgesamt rund 170 Mitarbeitenden am Dom.
Erste Maßnahmen im vergangenen Jahr, wie die Erhöhung des Preises für die Turmbesteigung und die Domschatzkammer hatten offenbar nicht genug Geld eingebracht. Auch die Öffnungszeiten des Hauptportals wurden angepasst, um Personal zu sparen.
Rücklagen des Domkapitels sind aufgebraucht
Das Erzbistum Köln hat durch stetig sinkende Gläubigenzahlen immer weniger Geld zur Verfügung. Der Kölner Dom wird mit 4,2 Millionen Euro pro Jahr durch den Zentralen Dombauverein erhalten. Dazu kommen die Zuwendungen des Erzbistums Köln mit 4,7 Millionen Euro jährlich, Zuschüsse des Landes NRW und Spenden.
Vor allem die Coronazeit habe das Domkapitel vor eine große Herausforderung gestellt, sagte Domprobst Guido Assmann am Donnerstag. Die Rücklagen zur Finanzierung des Betriebs am Kölner Dom seien auch durch die Pandemie aufgebraucht worden.
Kehrtwende in der Ausrichtung des Domkapitels
Zum Wochenbeginn hatten sich die Verantwortlichen des Kölner Domkapitels zu einer zweitätigen Klausurtagung getroffen und über die Finanzlage der Kathedrale gesprochen. Dabei ging es um die Frage, wie das Domkapitel die Pflege, den Schutz und den laufenden Betrieb des Domes in Zukunft sicherstellen möchte.
Bislang hatte das Domkapitel Eintrittspreise strikt abgelehnt. Der Dom solle als Gotteshaus grundsätzlich für jedermann offenbleiben. In anderen Weltkirchen, wie in Berlin oder Mailand, ist ein Eintrittspreis bereits üblich.
“Wenn das zur Restauration und Erhaltung des Kölner Doms fließt, ist das eine gute Idee“, sagte ein Passant in der Kölner Innenstadt dem WDR.
“Es muss im Rahmen bleiben, finde ich. Das heißt, man sollte keine Familien damit ausnehmen. Und vor allem auch Schüler und Studenten sollten das Ganze vergünstigt bekommen“, so ein anderer Passant.
Unsere Quellen:
- Domkapitel Köln
- Pressekonferenz mit Dompropst Guido Assmann
- Nachrichtenagentur KNA
Sendung: WDR.de, Touristen müssen bald Eintritt für Kölner Dom bezahlen, 05.03.2026, 14.42 Uhr
7 Kommentare
Kommentar 7:
Janine
schreibt am
heute, 17:10 Uhr
:
… da steht doch “Touristen” in der Überschrift. Ich schätze mal, dass Kölner:innen weiterhin freien Zugang haben werden – bei Vorlage des Personalausweises.
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Kommentar 6:
Wolfgang Tebest
schreibt am
heute, 16:59 Uhr
:
Sorry, der Kölner Dom gehört uns allen. Die Kirche hat keinerlei Anspruch auf Eintritt oder sonstige Zahlungen.
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Kommentar 5:
Clausimausi
schreibt am
heute, 16:57 Uhr
:
Was soll ich sagen…Ich bin 66 und ne kölsche Jung…Ich finde es schlimm…Eintritt für den Kölner Dom…unvorstellbar…das ist so als ob ich Zuhause Eintritt bezahlen muss…
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Kommentar 4:
Anonym
schreibt am
heute, 16:48 Uhr
:
Der Eintritt für Mitglieder der katholischen Kirche muss natürlich unentgeltlich sein – sie zahlen ja Kifchensteuer!
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Kommentar 3:
Mario
schreibt am
heute, 16:33 Uhr
:
Das ist schade, zumal es auch viele Kölnerinnen und Kölner trifft, die oftmals beim Vorbeikommen zwischendurch kurz in den Dom hineinschauen…
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Kommentar 2:
oweh
schreibt am
heute, 16:33 Uhr
:
In vielen Fällen im Ausland sind Einheimische vom Eintrittsgeld befreit. Wer im Bistum Köln Kirchensteuer zahlt und dann noch zur Kasse gebeten wird, fühlt sich sicherlich veralbert. Warum nicht nochmal überlegen, wie auf anderem “freiwilligem” Wege das Geld reinkommen kann.
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Kommentar 1:
Elvira
schreibt am
heute, 16:31 Uhr
:
Ich denke wir zahlen genug an Kirchensteuer, da braucht es keinen Eintritt in Kirchen
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