Gut möglich, dass viele angestellte Lehrer heute nicht zum Unterricht kommen. Die GEW ruft ganztägig deutschlandweit zu einem Warnstreik auf. In Köln gibt es dazu am Vormittag einen Demonstrationszug, die zentrale Kundgebung des “Streiktags Bildung” für NRW findet ab dem Mittag auf dem Kölner Heumarkt statt.
Bessere Bezahlung für angestellte Lehrkräfte
Anlass für den Warnstreik sind die Arbeitsbedingungen von Beschäftigten im Rahmen des Ländertarifvertrags. Das sind unter anderem angestellte Lehrerinnen und Lehrer, Schulsozialarbeiter und Erzieherinnen. Die GEW fordert in den laufenden Tarifverhandlungen sieben Prozent mehr Gehalt oder mindestens 300 Euro mehr.
Bisher kein Angebot von der Arbeitgeberseite
“In Zeiten des Lehrkräftemangels ist es wichtig, dass die Bezahlung von angestellten Lehrerinnen und Lehrern attraktiver wird”, erklärte eine Sprecherin der Gewerkschaft. Rund jede fünfte Lehrkraft an nordrhein-westfälischen Schulen arbeitet im Angestelltenverhältnis. Angestellte Lehrerinnen und Lehrer verdienen bisher deutlich schlechter als verbeamtete Lehrkräfte.
Tarifvertrag für studentische Mitarbeiter
Die Gewerkschaft fordert auch für Auszbildende eine bessere Bezahlung und erstmalig auch einen Tarifvertrag für studentische Mitarbeiter an Hochschulen und Forschungseinrichtungen.
Die Tarifgemeinschaft Deutscher Länder, die die Arbeitgeberseite vertritt, hat in den aktuellen Tarifverhandlungen bisher kein Angebot vorgelegt. Mit dem Warnstreik heute will die Gerwerkschaft den Druck erhöhen.
Unsere Quellen:
- Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft
Sendung: WDR.de, “Gewerkschaft ruft angestellte Lehrer zum Warnstreik auf”, 29.01.2026, 06:00 Uhr