Zwar sei der Vorstoß grundsätzlich zu begrüßen, aber: „Das ist ein erster Schritt, um generative KI auch in die Verwaltung zu bringen“, so der Experte. „Es trifft meines Erachtens nicht so wirklich die Problemstellung in der Verwaltung.“
Vor allem bei Bürokratie und ineffizienten Abläufen sieht er großen Aufholbedarf. Ein Blick ins Ausland, etwa nach Estland, zeige laut Lipp-Rosenthal, wie es besser gehen kann: „Dort hat man Behördengänge bis auf ein Minimum reduziert. Das kann alles digital abgewickelt werden.“
„KI als Lehrmittel einsetzen“
Auch im Bildungssystem steht ein Umbruch bevor: Ab 2027 soll KI als eigenes Fach kommen. Für den Experten ein richtiger, aber unzureichender Schritt: „KI als Fach wird die Herausforderungen nicht lösen. Wir müssen überlegen, wie wir KI als Lehrmittel einsetzen.“
Sein klares Fazit fällt ernüchternd aus: Österreich habe enormes Potenzial – schöpfe dieses aber derzeit nicht aus. „Wir haben das Potenzial – wir nutzen es nur nicht.“
