Fidesz habe viele Fehler begangen. Eines der schwerwiegendsten sei aus seiner Sicht die Tatsache gewesen, dass der umstrittene Jugendfreund und nunmehr vermögendste Mann Ungarns, Lörinc Mészáros, Tisza-Chef Péter Magyar „keine Stelle in seinem Unternehmen angeboten hat“, hält der Musiker, der mit bürgerlichem Namen László Pityinger heißt, in seiner Analyse fest. „Wäre es nämlich so gekommen, hätte es dieses Problem nicht gegeben“, sinniert der Rapper-Veteran im Podcast „Lentulai Hotel“ weiter.
Rebell Magyar nutzte Schwächephase der Fidesz
Das durch die Regierung dem Gegner verpasste Label einer linken Partei sei ebenfalls falsch gewesen. Es habe sich vielmehr um einen „internen Kampf gehandelt“. Damit spielt Pityinger auf die Tatsache an, dass Magyar ein früherer Parteifreund Orbáns war und wegen der Korruption und der Begnadigung eines wegen der Mittäterschaft verurteilten Unterstützers eines pädophilen Kinderheimdirektors mit seiner Partei gebrochen hatte. Das führte zum Rücktritt der damaligen Staatspräsidentin und der Justizministerin, mit der der spätere Oppositionschef damals noch verheiratet war. Magyar sei aber genauso rechtskonservativ wie Orbán, habe aber diese Schwächephase der Fidesz ausgenutzt.
Der Gangster-Rapper bezeichnet sich selbst als „friedlichen Kämpfer“: